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KI direkt in WordPress: Das offizielle AI Plugin ausprobiert

KI direkt in WordPress: Das offizielle AI Plugin ausprobiert

·1077 Wörter·6 min

WordPress entwickelt inzwischen ein eigenes AI Plugin. Es soll zeigen, wie sich die neue KI-Infrastruktur von WordPress praktisch nutzen lässt.

Aber was bekommt man davon als normaler WordPress-Nutzer tatsächlich mit?

Wir installieren das Plugin auf einer frischen WordPress-Testseite, verbinden einen KI-Anbieter und probieren die Funktionen aus. Dabei interessiert uns vor allem eine Frage: Hilft das im Alltag oder ist es momentan hauptsächlich eine technische Demonstration?

Was ist das WordPress AI Plugin?
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Das AI Plugin wird im Umfeld des offiziellen WordPress-Projekts entwickelt. Es ist eng mit der neuen KI-Infrastruktur von WordPress verbunden.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu den zahlreichen KI-Plugins, die es schon länger für WordPress gibt.

Das Plugin soll nicht einfach nur einen weiteren ChatGPT-Button in den Editor setzen. Es dient gleichzeitig dazu, die neuen WordPress-Schnittstellen für KI praktisch nutzbar zu machen und weiterzuentwickeln.

Dazu gehören unter anderem der AI Client und die zentral verwalteten Verbindungen zu KI-Anbietern.

Wer wissen möchte, was technisch dahintersteckt, findet die Grundlagen in unserem Artikel zu WordPress 7 und der neuen KI-Infrastruktur.

Das AI Plugin installieren
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Wir verwenden für diesen Test eine normale WordPress-Installation ohne besondere Anpassungen.

In der WordPress-Pluginverwaltung lässt sich das Plugin direkt suchen und installieren.

Das offizielle AI Plugin in der WordPress-Pluginverwaltung

Nach der Installation muss das Plugin aktiviert werden.

Anschließend stehen im Backend die zusätzlichen Einstellungen für die KI-Integration zur Verfügung.

Einen KI-Anbieter verbinden
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Das Plugin benötigt ein KI-Modell, das die eigentliche Arbeit übernimmt.

WordPress trennt dabei zunehmend die konkrete Funktion von der Verbindung zum jeweiligen KI-Anbieter.

Vereinfacht:

WordPress
AI Plugin
AI Client / Connector
KI-Anbieter

Auf unserer Testinstallation stehen verschiedene Connectoren beziehungsweise KI-Anbieter zur Verfügung.

Verfügbare KI-Connectoren im WordPress AI Plugin

Für unseren Test verwenden wir OpenAI.

Die Verbindung wird zentral in den Einstellungen des Plugins eingerichtet.

Konfiguration des KI-Anbieters

Wichtig: Ein verbundener Provider allein reicht noch nicht aus.

Bei unserem Test mussten wir die eigentlichen KI-Funktionen zusätzlich aktivieren. Das ist leicht zu übersehen, wenn die Verbindung zum Provider bereits erfolgreich hergestellt wurde.

Aktivierung der KI-Funktionen im WordPress AI Plugin

Der erste Test im Editor
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Nach der Aktivierung können wir die KI direkt im Gutenberg-Editor verwenden.

Als Test verwenden wir keinen künstlich komplizierten Prompt. Wir probieren eine Aufgabe aus, die beim Schreiben tatsächlich vorkommt: vorhandenen Text mit KI bearbeiten.

KI-Funktion direkt im Gutenberg-Editor

Damit findet die Arbeit direkt dort statt, wo der Artikel geschrieben wird. Der Text muss nicht erst aus WordPress kopiert, in einen externen Chat eingefügt und anschließend wieder zurückkopiert werden.

Wie gut funktioniert die Texthilfe?
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Der grundlegende Workflow funktioniert auf unserer Testinstallation überraschend unkompliziert.

Etwas verwirrend war zunächst die Einrichtung. Nachdem der Provider erfolgreich verbunden war, waren die KI-Funktionen im Editor noch nicht automatisch verfügbar. Erst nach der zusätzlichen Aktivierung konnten wir sie tatsächlich verwenden.

Ist das erledigt, ist der eigentliche Vorteil schnell sichtbar: Die KI steht unmittelbar im Editor zur Verfügung.

Das ist vor allem bei kleinen Aufgaben praktisch, etwa beim Überarbeiten oder Umformulieren vorhandener Texte.

Ob dieser Workflow besser ist als ein separater KI-Assistent, hängt allerdings stark davon ab, wie man arbeitet.

Wer ohnehin längere Gespräche mit ChatGPT führt, Quellen diskutiert, Varianten ausprobiert oder komplexe Prompts verwendet, bekommt mit einem separaten Assistenten weiterhin deutlich mehr Raum.

Für kleine Eingriffe direkt am Inhalt ist die Integration dagegen angenehm.

Wo landen meine Daten?
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Bei KI-Funktionen sollte man sich eine Frage immer stellen:

Welche Daten verlassen meine WordPress-Installation?

In unserem Test verwenden wir OpenAI als externen KI-Anbieter. Inhalte, die wir zur Verarbeitung an das Modell schicken, müssen daher die WordPress-Installation verlassen und an den konfigurierten Dienst übertragen werden.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu Funktionen, die vollständig lokal innerhalb von WordPress ausgeführt werden.

Das bedeutet nicht automatisch, dass die Verwendung problematisch ist. Man sollte aber verstehen, welcher Dienst verwendet wird und welche Inhalte dorthin übertragen werden.

Besonders bei vertraulichen, personenbezogenen oder noch nicht veröffentlichten Inhalten sollte man deshalb die konkrete Konfiguration und die Bedingungen des verwendeten Anbieters prüfen.

Brauche ich das, wenn ich ohnehin ChatGPT benutze?
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Das ist wahrscheinlich die interessanteste Frage für viele Anwender.

Natürlich kann man einen Text aus WordPress kopieren, in ChatGPT bearbeiten und anschließend wieder zurückkopieren.

Eine direkte Integration kann trotzdem Vorteile haben.

Der entscheidende Punkt ist der Workflow.

Für kleine Aufgaben ist es bequem, die KI direkt im Editor aufzurufen. Man bleibt im Artikel und spart den Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen.

Bei komplexeren Aufgaben sieht es anders aus.

Ein längeres Gespräch über Struktur, Zielgruppe, Recherche oder mehrere Varianten eines Textes lässt sich in einem vollwertigen KI-Assistenten flexibler durchführen.

Das WordPress-Plugin und ChatGPT müssen deshalb gar nicht zwingend Konkurrenten sein.

Sie können unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Was uns gefällt
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Die zentrale Verwaltung der KI-Anbieter gefällt uns konzeptionell gut.

Statt dass jedes zukünftige Plugin seine eigene OpenAI-Anbindung und eigene API-Konfiguration mitbringt, entsteht eine gemeinsame Infrastruktur innerhalb von WordPress.

Auch die direkte Integration in den Editor ist praktisch. Für kleinere Textarbeiten muss der aktuelle Inhalt nicht ständig zwischen WordPress und einem anderen Werkzeug kopiert werden.

Vor allem aber wirkt das Ganze nicht wie eine isolierte KI-Spielerei, sondern wie ein erster Baustein für eine allgemeinere KI-Infrastruktur innerhalb von WordPress.

Was noch nicht überzeugt
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Die Einrichtung ist momentan nicht an jeder Stelle selbsterklärend.

Bei unserem Test war der Provider bereits erfolgreich verbunden, trotzdem standen die KI-Funktionen zunächst nicht zur Verfügung. Dass sie anschließend noch separat aktiviert werden müssen, kann man leicht übersehen.

Außerdem ersetzt die Integration keinen vollwertigen KI-Assistenten.

Für komplexere Aufgaben, längere Dialoge, Recherche oder umfangreiche Überarbeitungen würden wir weiterhin eher mit einem separaten Werkzeug arbeiten.

Für wen lohnt sich das AI Plugin?
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Besonders interessant ist die Integration für Anwender, die regelmäßig Inhalte direkt im WordPress-Editor erstellen und KI ohnehin als Werkzeug verwenden.

Für kleinere Aufgaben kann die direkte Integration den Arbeitsablauf angenehmer machen.

Wer KI nur gelegentlich verwendet oder hauptsächlich komplexere Aufgaben mit ChatGPT erledigt, gewinnt momentan weniger.

Für Entwickler ist das Plugin zusätzlich interessant, weil es einen praktischen Einblick in die neue KI-Architektur von WordPress gibt.

Fazit
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Das offizielle WordPress AI Plugin funktioniert auf unserer Testinstallation und zeigt ziemlich deutlich, wohin die Entwicklung gehen könnte.

Besonders interessant finden wir weniger eine einzelne Textfunktion als die Infrastruktur dahinter: WordPress bekommt eine zentrale Möglichkeit, KI-Anbieter anzubinden und darauf aufbauende Funktionen bereitzustellen.

Im Alltag ist die direkte Integration in Gutenberg für kleinere Aufgaben durchaus praktisch.

Noch wirkt die Einrichtung an einigen Stellen etwas erklärungsbedürftig. Insbesondere die getrennte Verbindung des Providers und Aktivierung der eigentlichen KI-Funktionen dürfte manchen Anwender zunächst verwirren.

Als vollständigen Ersatz für ChatGPT würden wir das Plugin derzeit nicht betrachten.

Als direkt in WordPress integriertes Werkzeug und als Vorgeschmack darauf, wie KI künftig in WordPress eingebunden werden könnte, ist es aber ausgesprochen interessant.